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Die ultimativen Tipps für Backpacker

Tipps für Backpacker

Du suchst nach Tipps für Backpacker? MyLifestyle Mentor zeigt Dir, wie Du in der Wildnis überlebst und die Abenteuer der Welt überstehst.

Du möchtest also Rucksackreisen ausprobieren, die Welt erkunden und Abenteuer verspüren? Ein tolles Hobby, keine Frage – es kann aber auch entmutigend sein, da es viel zu lernen gibt und Du einiges Wissen brauchst. 

Was braucht es alles, um den Herausforderungen der Natur zu begegnen, Wind und Wetter zu trotzen, Kälte und Hitze auszuhalten? Was musst Du in Sachen Zelt, Schlafsack und Kleidung beachten? Wie siehts mit wilden Tieren aus, die vielleicht nicht Dich, aber Deine Lebensmittel fressen wollen?

Im folgenden Artikel erfährst Du, warum Backpacking zu beliebt ist, was Du dafür brauchst und erhältst die besten Tipps für Backpacker. Bist Du bereit die Welt zu erkunden?

Redakteurin
Sonja Meier
Expertin für Outdoor und Freizeit

Du weißt...

  • was Backpacking ausmacht.
  • welche Tipps für Backpacker Dir wirklich weiterhelfen.
  • wie Du Dich optimal auf Dein Abenteuer vorbereitest.

Über mich

Reisen und Outdoor sind meine Welt. Ich bin viel unterwegs und Backpacking begleitet mich bereits seit vielen Jahren. Ich war schon in 3 Erdteilen unterwegs und habe so einige Heruasforderungen gemeistert. Meine Erfahrungen über das Rucksackreisen möchte ich Dir mitteilen, damit Du optimal in Dein Abenteuer starten kannst.

Tageswandern vs. Rucksacktouren: Was ist der Unterschied?

Unter Tageswandern versteht man eine Wanderung, die man am selben Tag beginnt und beendet. Wenn Du mit dem Rucksack unterwegs bist, wanderst Du mindestens zwei Tage lang und campst jede Nacht in der „Wildnis“. Rucksacktouren sind eine natürliche Weiterentwicklung des Tageswanderns und erfordern viele der gleichen Fähigkeiten.

Tipps für Backpacker: Richtiges Backpacking

Vorteile von Backpacking

Beim Rucksackwandern kannst Du die Natur auf eine andere Art und Weise genießen als beim Tageswandern. Ich finde, dass es ein viel intensiveres Erlebnis ist. Wenn Du mit dem Rucksack unterwegs bist, kannst Du Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und die Sterne am Himmel genießen. Es ist wahrscheinlicher, dass Du Tieren begegnest, da diese in der Morgen- und Abenddämmerung aktiver sind. Du kannst weiter ins Hinterland reisen und Orte sehen, die nur wenige Menschen besuchen.

Ohne Bildschirme, die Dich ablenken, kannst Du wirklich abschalten. Ich habe einige meiner besten Entscheidungen bei Rucksackreisen getroffen. (Im Jahr 2021 beschloss ich, meinen Job zu kündigen und Redakteurin bei MyLifestyle Mentor zu werden.)

Eine Rucksacktour ist auch eine tolle Möglichkeit, Selbstvertrauen zu gewinnen. Du erlernst alle möglichen neuen Fähigkeiten und beweist, dass Du auch ohne den Komfort eines Zuhauses selbstständig sein kannst.

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Rucksackausrüstung für Anfänger

Wenn Du bereits ein Tageswanderer bist, hast Du wahrscheinlich einige der Ausrüstungsgegenstände, die Du für eine Rucksacktour benötigst, wie Wanderschuhe und eine Regenjacke. Aber für Rucksacktouren benötigst Du viel mehr Ausrüstung und die besten Tipps für Backpacker.

Leider kann Rucksackausrüstung ziemlich teuer sein. Und Du möchtest sicherstellen, dass Du hochwertige Ausrüstung kaufst, denn Dein Leben könnte buchstäblich davon abhängen (ich weiß, klingt darmatisch). Wenn Du zum ersten Mal mit dem Rucksack unterwegs bist, solltest Du darüber nachdenken, Ausrüstung zu mieten oder von Freunden auszuleihen, um zu sehen, was Dir gefällt. Alternativ kannst Du aber auch gebrauchte Ausrüstung kaufen oder schauen, ob es irgendwo einen Ausverkauf gibt.

Im Allgemeinen wählst Du eine Ausrüstung, die leicht und kompakt ist. Idealerweise sollte das Gesamtgewicht Deines vollen Rucksacks nicht mehr als 15 bis 20 Prozent Deines Körpergewichts betragen. In der Praxis entspricht das etwa 15 bis 25 Kilogramm. Und stelle sicher, dass Du Deine Ausrüstung vor der Reise ausprobierst und weißt, wie man sie benutzt.

Folgend findest Du einen kurzen Überblick über einige der Rucksackausrüstungen, die Du zum Zurechtkommen benötigst, sowie Tipps zur Auswahl:

Zelt

Besorge Dir ein leichtes Zelt für Rucksacktouren, idealerweise eines, das weniger als 1,8 Kilogramm wiegt. Du solltest außerdem darauf achten, dass der Überschlag wasserdicht ist und bis zum Boden reicht. Es gibt jede Menge gute Zelte auf dem Markt. Hier lohnt es sich, auf die Bewertungen zu schauen und ein Modell zu kaufen, dass Deinen Erfordernissen entspricht.

Stelle sicher, dass Du den Auf- und Abbau Deines Zeltes in Deinem Garten oder Park übst, bevor Du Deine erste Rucksacktour unternimmst.

Für Einsteiger empfehle ich das Forceatt -Rucksackzelt. Ich hatte im Laufe der Jahre mehrere Versionen dieses Zeltes. Es ist leicht, einfach aufzubauen und hält Stürmen stand. Es ist nicht das billigste, aber Du wirst es jahrelang verwenden.

Tipps für Backpacker: Das Zelt

Rucksack

Du benötigst einen Rucksack, der groß genug ist, um Deine gesamte Ausrüstung zu transportieren. Suche nach einem, der zwischen 40 und 75 Liter fasst. Kleinere Rucksäcke (40 bis 50 Liter) eignen sich hervorragend für Ausflüge mit Übernachtung, bei warmem Wetter und für Personen mit ultraleichter Ausrüstung. Größere Rucksäcke eignen sich gut für längere Reisen, bei kaltem Wetter oder für Personen mit sperrigerer, preisgünstiger Ausrüstung.

Es ist wichtig, einen Rucksack zu wählen, der gut zu Dir passt. Die Größe der Rucksäcke richtet sich nach der Länge Deines Oberkörpers.

Ich verwende den Doshwin Trekkingrucksack mit 70 Liter Fassungsvermögen. Er hat eine gute Größe für Reisen von bis zu einer Woche, und bei kürzeren Reisen ziehe ich die Gurte fest, da es nicht voll ist.

Schlafsack

Ein warmer Schlafsack kann den Unterschied zwischen einer tollen und einer miserablen Reise ausmachen. Aus diesem Grund gehört der passende Schlafsack zu den wichtigsten Tipps für Backpacker.

Besonders in den Bergen kann es nachts recht kalt werden. Für die meisten Rucksacktouristen ist ein 3-Jahreszeiten-Schlafsack mit einer Temperatur zwischen 4 und -9 Grad eine gute Wahl. Wähle einen, der weniger als 1,5 Kilogramm wiegt. Hole Dir einen mit Kapuze für zusätzliche Wärme.

Tipps für Backpacker: Den richtigen Schlafsack finden

Isomatte

Isomatten erfüllen zwei wichtige Zwecke: Sie sorgen für Komfort, da der Boden hart ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie isolieren, da der Boden kalt ist. Wenn Du keine Isomatte hast, zitterst Du in einem superwarmen Schlafsack immer noch, da der Boden Dich nach und nach auskühlt.

Wähle für ein ausgewogenes Verhältnis von Komfort und Wärme eine aufblasbare Matratze mit etwas Isolierung. Suche nach Kleidungsstücken mit einem R-Wert von mindestens 2,5, um sicherzustellen, dass Du warm bleibst, wenn die Temperatur sinkt.

Wasserfilter oder -reiniger

Es ist verlockend zu glauben, dass plätschernde Gebirgsbäche makellos und sicher zum Trinken sind, aber sicher kannst Du Dir nicht sein. Um sicher zu gehen, filtern oder reinigen Sie Ihr Wasser immer.

Du kannst Wasser aufbereiten, indem Du es auf Deinem Campingkocher abkochst, aber das ist langsam und verbraucht viel Brennstoff, sodass die meisten Backpacker einen Filter oder eine Reinigungsmethode mitnehmen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten.

Manche Menschen bevorzugen Reinigungstropfen oder -tabletten, da diese leicht und kompakt sind. Das kann Dienem Wasser jedoch einen chemischen Geschmack verleihen.

Rucksackherd und Kochutensilien

Während einige Backpacker auf den Campingkocher verzichten und stattdessen kalt essen, ist ein warmes Abendessen am Ende des Tages oder ein Kaffee am Morgen für viele Backpacker der Himmel auf Erden. Wähle einen Rucksackkocher mit einem Brenner, der leicht, kompakt und einfach zu bedienen ist.

Viele Backpacker nutzen gerne Kochersysteme mit integriertem Topf. Diese Campingkocher eignen sich hervorragend zum schnelleren Kochen von Wasser, zum Zubereiten anderer Mahlzeiten eignen sie sich jedoch nicht.

Ich verwende den Campingkocher E190, weil er klein und zuverlässig ist, sowie für einfache Trekkingtouren vollkommen ausreicht..

Tipps für Backpacker: Kochen

Kleidung

Für Rucksacktouren ist es wichtig, leichte, schnell trocknende Wanderhemden, -hosen oder -shorts aus Nylon, Polyester oder Wolle mitzubringen. Ziehe Dich in Schichten an, damit Du Deine Temperatur leicht anpassen kannst. Nimm keine Baumwolle mit – sie absorbiert Schweiß und trocknet nicht schnell. Zudem hält sie auch nicht so warm.

Je nach Temperatur und Wetter benötigst Du außerdem Jacken und Baselayer. Eine gute Regenjacke ist auf jeder Reise ein Muss. Vielleicht möchtest Du auch eine Fleecejacke oder eine isolierte Jacke für kälteres Wetter. Baselayer aus Synthetik oder Wolle eignen sich auch hervorragend zum Schlafen oder als zusätzliche Wärme bei kalten Ausflügen.

Wanderschuhe für Rucksacktouren

Blasen können Deine Wanderung beenden, daher ist die Wahl der richtigen Wanderschuhe der Schlüssel zu einer guten Rucksacktour.

Bei Gelegenheitswanderungen kannst Du vielleicht auf das Tragen Deiner normalen Laufschuhe verzichten, für Rucksacktouren benötigst Du jedoch geeignete Wanderschuhe. Wenn Du vorhast, eine schwere Last zu tragen oder schwache Knöchel haben, suche nach Wanderstiefeln mit viel Knöchelunterstützung.

Der wichtigste Faktor ist der Komfort. Probiere viele Paar Stiefel an, um herauszufinden, was zu Dir passt. Jeder hat andere Füße, also verlasse Dich nicht auf Empfehlungen von Freunden oder zufälligen Online-Bewertungen.

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Backpacking-Fitness

Man kann es nicht beschönigen: Rucksackreisen können eine Herausforderung sein und erfordern eine gute Fitness. Es ist schwieriger als eine Tageswanderung, da Du einen schweren Rucksack trägst und manchmal mit schlechtem Wetter oder unerwarteten Wegbedingungen zu kämpfen hast Möchtest Du die Tipps fpr Backpacker befolgen, dann ist Fitness ein ganz wichtiger Punkt.

Rucksacktouren machen am meisten Spaß, wenn man in guter Verfassung ist. Aber wenn Du neu im Backpacking bist, kannst Du trotzdem eine Rucksacktour machen – Du musst Dich nur für einfachere Wege entscheiden. Meine Philosophie ist, dass Du Rucksacktouren wählen solltest, die etwas einfacher sind als die Tageswanderungen, mit denen Du vertraut bist. Wenn Du Dich also wohl dabei fühlst, einen mittelschweren Weg als Tageswanderung zu bewältigen, wählst Du einen Weg, der für Rucksacktouren als leicht einzustufen ist.

Um Deine Fitness zu verbessern, trainierst Du, indem Du immer härtere Wanderungen absolvierst. Wenn Du nicht in der Lage bist, Dich auf die Wanderwege zu begeben, kannst Du auch versuchen, die Wanderbedingungen zu simulieren. Versuche, im Fitnessstudio auf dem Stepper oder auf dem Laufband an einer Steigung zu trainieren. Für eine zusätzliche Herausforderung trägst Du Deinen Rucksack.

Du kannst auch mit Deinem Rucksack in Deiner Nachbarschaft spazieren gehen. Wenn möglich, gehst Du auf unebenen Flächen statt auf Gehwegen und suchst Dir Hügel und Treppen raus. Ein Spaziergang am Strand ist eine großartige Möglichkeit, Ausdauer zu trainieren.

Muskelaufbau und Fitness ist ebenfalls wichtig. Probiere Yoga oder Körpergewichtsübungen wie Ausfallschritte, Kniebeugen, Step-Ups und Crunches aus, um Deinen Unterkörper und die Rumpfmuskulatur zu stärken. Auch Gleichgewichtsübungen sind toll.

Fit halten fürs Backpacking

Backpacking-Fähigkeiten

Die Fähigkeiten, die Du für eine Rucksacktour benötigst, sind größtenteils dieselben wie für längere Tageswanderungen. Aber auch wenn Du ein erfahrener Tageswanderer bist, lohnt es sich, Deine Fähigkeiten aufzufrischen, bevor Du mit dem Rucksack aufbrichst und die Tipps für Backpacker zu befolgen.

Hier findest Du einen kurzen Überblick über die grundlegenden Rucksackfähigkeiten für Anfänger.

Navigation

Mit dem Rucksack kann man weiter in die Wildnis vordringen, als man auf einer Tageswanderung erreichen kann. Manchmal sind diese Wege nicht so gut markiert, daher ist es wichtig, die Navigation zu beherrschen.

Nimm Dir für alle Fälle Papierkarten und einen Kompass mit. Ich habe auch oft Reiseführerseiten oder Wanderbeschreibungen bei mir (entweder als Papierkopien oder als auf meinem Telefon gespeicherte Fotos).

Zur Orientierung nutze ich auch das Garmin eTrex 22x Navigationsgerät mit GPS. Es ist robust, zuverlässig und beriets mit vorinstallierter Europakarte zu haben.

Übe die Navigation auf einfachen Tageswanderungen, bevor Du mit dem Rucksack aufbrichst, um sich mit der Verwendung von Karte und Kompass oder einer GPS-App vertraut zu machen.

Gerade Wanderungen außerhalb Deutschlands können noch wirklich Abenteuer bedeuten – auch was die Navigation betrifft.

Schutz vor wilden Tieren

Eine Rucksacktour bedeutet, die Wanderwege und Campingplätze mit Waschbären, Wölfen, Mäusen, Stachelschweinen, Vögeln und vielem mehr zu teilen. Eigentlich wäre es zutreffender zu sagen, dass sie die Wanderwege mit Dir teilen werden, da es ihr Zuhause ist.

Gib den Tieren viel Raum, damit sie ihr natürliches Verhalten beibehalten können. Nähere Dich Tieren nicht und berühre sie nicht.

Achte darauf, Deine Lebensmittel vor Wildtieren zu schützen. Füttere niemals Tiere – das ist gesundheitsschädlich und ermutigt sie, weiterhin nach menschlicher Nahrung zu suchen. Halte Dein Lager suaber. Lasse Lebensmittel niemals unbeaufsichtigt.

Toilette

Viele beliebte Campingplätze im Hinterland verfügen über Grubentoiletten. Informiere Dich vor Deiner Reise über die Toilettenstandorte und plane, wann immer möglich, eine solche zu benutzen.

Wenn Du auf die Toilette musst und keine Toilette in der Nähe ist, gehst auf die Toilette, die keine Spuren hinterlässt. Suche Dir einen Platz, der weit entfernt von Wegen, Lagern und Wasserquellen liegt (mindestens 70 Meter). Grabe ein 30 Zentimeter tiefes Loch und erledige Deine Toilette. Decke es anschließend ab.

Rucksackhygiene

Es ist schwer, auf einer Rucksackreise sauber zu bleiben. Wenn Menschen auf einer Wanderung krank werden, liegt die Schuld oft am verunreinigten Wasser. Doch in Wahrheit ist es mangelnde Hygiene. Nimm etwas Händedesinfektionsmittel mit und verwende es nach dem Toilettengang und vor dem Essen oder Kochen.

Um Dich sauber zu halten, nimm ein schnelles „Bad“ mit einem schnell trocknenden Handtuch. Einwegtücher sind auch eine gute Idee, aber bitte packe sie nach der Benutzung ein, da sie nicht sie sich nicht zersetzen.

Du kannst auch biologisch abbaubare Seife verwenden. Beachte jedoch, dass diese weder für Pflanzen noch für Fische geeignet ist. Das bedeutet, dass Du das Wasser in einem Kochtopf oder Eimer auffangen und es von Wasserquellen fernhalten musst. Die Seife muss durch den Boden filtern, um ordnungsgemäß biologisch abgebaut zu werden.

Nichts zurücklassen

Als Backpacker hast Du vielleicht den Satz „Pack es aus, pack es ein“ gehört. Egal was Du machst, hinterlasse den Platz an dem Du pausierst oder die Nacht verbringst, so, wie Du ihn (sauber) vorgefunden hast. Vor allem heißt das, keinen Müll zu hinterlassen.

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So planst Du Deine Backpacking-Tour

Nun bist Du bereit für Deine erste mehrtägige Wandertour. Herzlichen Glückwunsch! Das ist aufregend. Es kann aber auch etwas entmutigend sein, herauszufinden, wie man sich vorbereitet. Hier sind meine Tipps für Backpacker für die Planung einer Rucksackreise.

Wähle einen Weg

Wähle einen Weg, der Deinen Fähigkeiten entspricht. Für Anfänger bedeutet das in der Regel, dass Du Dich für eine leichte oder mittelschwere Strecke entscheidest, bei der Du jeden Tag etwa 8 bis 13 Kilometer in relativ flachem Gelände wanderst. Vermeide abgelegene Gebiete und Wege mit großen Höhenunterschieden, schwierigen Bachüberquerungen oder technischen Abschnitten.

Recherchiere und wähle einen Weg aus, der zu der Jahreszeit passt, zu der Du gehen möchtest. Du möchtest Dich nicht mit Schnee und Kälte auseinandersetzen. Überprüfe das Wetter und stelle sicher, dass Du die richtige Ausrüstung für die Wettervorhersage hast. Sei aber auch bereit, auf ein anderes Ziel umzuplanen oder Deine Reise zu verschieben.

Tipps für Backpacker: Navigation

Hole Dir Genehmigungen

Für viele Campingplätze ist eine Genehmigung erforderlich, um eine Überfüllung zu vermeiden und die Umwelt zu schützen. Schaue auf den Websites von Parks und Wanderwegen nach, um herauszufinden, ob eine Genehmigung erforderlich ist und wie Du diese erhältst.

Wild Campen ist in Deutschland so eine Sache. Informiere Dich deshalb im Vorhinein, welche Regelungen für Deine Strecken gelten.

Überprüfe die örtlichen Regeln

Jeder Park und jeder Weg hat seine eigenen Regeln für Lagerfeuer, Drohnen, Hunde, Lebensmittelaufbewahrung, Gruppengröße und mehr. Informiere Dich vorab über die örtlichen Vorschriften, damit Du am Ausgangspunkt oder auf dem Campingplatz nicht enttäuscht wirst. Diese Regeln dienen dazu, Schäden an der Umwelt zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Wanderer ein gutes Erlebnis haben. Daher ist es wichtig, sie zu befolgen.

Transport organisieren

In den meisten Fällen ist der Transport recht unkompliziert. Möglicherweise musst Du jedoch für das Parken bezahlen oder Dich am Ausgangspunkt einen Parkausweis besorgen. Und wenn Du eine einfache Wanderung unternimmst, musst Du möglicherweise einen Shuttle organisieren oder nach Bussen oder Taxis suchen. Außerdem sind einige Wege nur über holprige Straßen zugänglich, für die ein Allradfahrzeug erforderlich ist. Recherchiere und erstelle einen Transportplan.

Überprüfe Deine Ausrüstung

Stelle sicher, dass Du über die Ausrüstung verfügst, die Du für die geplante Reise benötigst.  Schaue in der Wettervorhersage nach, ob Du für kaltes Wetter oder Regen zusätzliche Ausrüstung benötigst.

Sprich mit Deinen Reisepartnern über die gemeinsame Nutzung von Ausrüstung wie Zelten, Kochern und Wasserfiltern, um Platz und Gewicht zu sparen. Möglicherweise möchtest Du auch Sicherheitsausrüstung wie Erste-Hilfe-Sets, Navigationsausrüstung und ein Kommunikationsgerät mit anderen teilen.

Wanderpartner auswählen

Erfahrene Backpacker haben vielleicht die Erfahrung, eine mehrtägige Wandertour alleine zu unternehmen, aber für Anfänger ist das keine gute Idee. Verbünde Dich mit ein paar anderen Backpackern, während Du noch lernst. Gehe mit Freunden, tritt einem Wanderverein bei oder finde Wanderpartnerin über Tinder (Scherz).

Stelle sicher, dass Deine Fähigkeiten und Deine Persönlichkeit mit denen der anderen in der Gruppe übereinstimmen. Wenn Du ein absoluter Anfänger bist, ist es am besten, wenn jemand anderes in der Gruppe etwas Erfahrung hat und Dir bei der Beantwortung Deiner Fragen helfen kann, wenn Du unsicher bist. Und stelle sicher, dass jeder in der Gruppe über die Fitness und die Fähigkeiten verfügt, die Reise zu absolvieren. 

Bei einer Backpacker-Tour ist die Gruppendynamik wichtig. Wenn möglich, unternimm zunächst eine Tageswanderung mit potenziellen Partnern, um zu sehen, ob ihr miteinander auskommt und einen ähnlichen Wanderstil habt. Du willst nicht mitten im Nirgendwo mit jemandem stecken bleiben, den Du nicht ausstehen kannst. Manche werden die Tipps für Backpacker unterschätzen, aber wenn Du mit jemanden zusammen reist, der Dich nervt, wirst Du Dein Abenteuer garantiert nicht genießen können.

Die richtige Begleitung fürs Backpacking

Mach Dir einen Essensplan

Das Essen, das Du auf eine Rucksackreise mitnimmst, muss einige Kriterien erfüllen: Es sollte leicht, kompakt, kalorienreich und lecker sein. Vermeide Konserven und die meisten frischen Lebensmittel. Bringe trockene Lebensmittel mit kurzen Garzeiten wie Nudeln, Reis und Haferflocken mit. Du kannst auch vorgefertigte Rucksackmahlzeiten kaufen.

Auf einer Rucksackreise verbrennst Du mehr Kalorien als zu Hause, also spare nicht an Kalorien. Bringe unbedingt Snacks mit, die Du unterwegs essen kannst. Und packe ein oder zwei Leckereien ein – als Belohnung für anstrengende Tage.

Hinterlasse Deinen Reiseplan

Wenn Du verloren gehst oder verletzt wirst, weiß jemand, wo er nach Dir suchen kann? Werden sie überhaupt wissen, dass Du vermisst wirst?

Stelle einen Reiseplan zusammen, der die Namen und Kontaktinformationen Deiner Wanderpartner, Deine geplante Route mit Campingplätzen und die Daten Deiner Abreise enthält. Gib auch Informationen über das Auto an, das Du am Ausgangspunkt abstellst, einschließlich des Nummernschilds. Lege eine Check-in-Zeit für das Ende Deiner Reise fest. Wenn Du Deinen Notfallkontakt nicht bis zum Check-in-Zeitpunkt anrufst oder ihm keine SMS schickst, wird dieser wissen, dass er die Such- und Rettungsdienste anrufen muss.

Schritt für Schritt Plan

Wenn Du noch nie zuvor eine Rucksackreise unternommen hast, kann es verlockend sein, direkt loszulegen. Aber das kann dazu führen, dass die Reise alles andere als großartig wird. Hier ist mein Schritt-für-Schritt-Plan, um sicherzustellen, dass Deine erste Rucksackreise ein Erfolg wird. Es gibt viele Tipps für Backpacker die Dir in der Praxis helfen.

Baue Deine Fitness auf

Stelle sicher, dass Du für das Wandern in einer guten Verfassung bist. Im Fitnessstudio zu trainieren ist eine Möglichkeit, aber das beste Training zum Wandern ist – Wandern.

Gehe häufiger wandern und unternimm immer längere Wanderungen mit mehr Höhenmetern. Gehe nach Möglichkeit ein- bis zweimal pro Woche wandern. Wenn Du die Wanderwege nicht so oft erreichen kannst, sind auch Spaziergänge in Deiner Nachbarschaft (besonders wenn es Hügel gibt) oder ein Training im Fitnessstudio auf einem Treppensteiger eine gute Option.

Sammel Deine Ausrüstung und übe das Packen

Rucksackreisen erfordern eine ganze Menge Ausrüstung. Nutze die Übersicht über die Rucksackausrüstung oben, um zu sehen, was Du brauchst.

Sobald Du Deine Ausrüstung hast, übe das Packen Deines Rucksacks. Platziere schwere Gegenstände in der Mitte, nahe am Rücken, um einen guten Schwerpunkt zu gewährleisten. Lege Gegenstände, die Du später nicht benötigst, wie Dein Zelt und Deinen Schlafsack, unten ab. Bewahre Dinge, die Du unterwegs benötigst, wie Snacks, Wasser, Karten und Deine Regenjacke, in den Außentaschen oder oben auf.

Tipps für Backpacker: Herrlcihe Aussicht genießen

Mach Tageswanderungen mit vollem Gepäck

Sobald Du einen Teil Deiner Ausrüstung zusammengestellt hast, gehe damit auf eine Wanderung. Belade Deinen Rucksack mit allem, was Du für eine Übernachtungsreise benötigst. (Wenn Du noch nicht Deine gesamte Ausrüstung hast, fülle Deinen Rucksack mit Kleidung und Kissen für mehr Volumen und Wasserflaschen für mehr Gewicht.)

Das zusätzliche Gewicht Deines Rucksacks wirkt sich stark auf Deine Ausdauer aus. Es verschiebt auch Deinen Schwerpunkt.

Beginne mit einer moderaten Wanderung (sowohl in der Distanz als auch in der Höhe) und arbeite dann daran, Deinen Rucksack auf anspruchsvolleren Wanderungen zu tragen. Du kannst auch versuchen, Deinen beladenen Rucksack aufzusetzen, um in Deiner Nachbarschaft herumzulaufen oder sich auf den Stepper im Fitnessstudio zu begeben.

Mach einen entspannten Campingsausflug

Buche eine Nacht auf einem Campingplatz, aber tue so, als hättest Du Dein Auto nicht mit dabei. Packe, als würdest Du mit dem Rucksack unterwegs sein. Wenn Du ankommst, lade Deinen Rucksack aus, schließe Dein Auto ab und versuche, es erst wieder für die Rückfahrt zu nutzen. Diese Übung kann Dir wirklich dabei helfen, sich an die Realität der Verwendung Deiner Rucksackausrüstung in einer sicheren Umgebung zu gewöhnen.

Mach Deine erste Rucksackreise

Wähle für Deine erste Rucksacktour eine kurze und einfache Wanderung. Es ist auch eine gute Idee, einen ausgewiesenen Campingplatz im Hinterland auszuwählen, der über Grubentoiletten, guten Zugang zu Wasser und einen Kiosk verfügt.

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1 Kommentar

Jules 31. August 2023 - 11:17

Schöner Leitfaden, bei dem fast nichts fehlt. Eine packliste wäre noch passend, gerade für Anfänger ist die nützlich. Ich selbst backpacke schon seit einigen Jahren und kann jedem nur raten, einfach anfangen. Kleine Touren planen und dann merkt man recht schnell, was man wirklich braucht und worauf man verzichten kann. Schöne Grüße Jules

Antwort

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